Während türkische Demokraten in ihrer Heimat strafrechtlichen Verfolgungen ausgesetzt werden wenn sie für die Erinnerung an den ersten großen Völkermord des 20. Jahrhunderts eintreten, stellt sich Dr. Clemens Heni, ohne dabei das geringste Risiko einzugehen, auf die Seite der Leugner und Profiteure eines Genozids:

„Der Wahnsinn des Antisemitismus, der ihn von allen anderen Verfolgungs- und Ermordungsgeschichten der Menschheitsgeschichte trennt, ist der Mord an einem ganzen Volk. Es ist kein begrenzter Massenmord wie in Ruanda, gegen die Armenier oder in Darfur im Sudan, so unfassbar schrecklich die dortigen Morde waren und sind. Der genozidale Zug des Antisemitismus macht ihn so unvergleichlich.“

Heni erklärt zur Freude der militanten türkischen Nationalisten, der faschistischen Mörderbanden der Grauen Wölfe, auf deren Konto allein in den vergangenen Jahrzehnten der Mord an Tausenden von Linken, Republikanern und Kurden geht, dass die Türkei kein „genozidales“ Verbrechen an den Armeniern verübt hätte. Denn anders als der Antisemitismus ist nach Heni der Hass auf die christliche Minderheit der Armenier nicht genozidal.

Dass der angebliche „Ideologiekritiker“ Heni als Lakai der türkischen Neofaschisten den Antisemitismus als einzige völkermörderische Ideologie darstellt, ist nicht „originell“, es hat auch nichts mit der berechtigten Zurückweisung von Pro-Nazi-Geschichtsrevisionismus zu tun. Im Gegenteil: Ralph Giordano stellte schon in den 80er Jahren heraus, dass die Gleichsetzung der über sechs Millionen als Juden ermordeten Nazi-Opfer mit der Gesamtheit der Opfer des Hitler-Regimes von „konservativer“ Seite dazu genutzt würde, das Ausmaß des nationalsozialistischen „Kriminalitätskomplexes“ zu „halbieren“. Denn nicht „nur“ die Verfolgung und Ermordung politischer Gegner – und Résistance-Kämpfer in den besetzten Gebieten – konnten so retouchiert werden, sondern auch die Sinti, Roma und Slawen, die der rassistischen Vernichtungspolitik der Nazis zum Opfer fielen.

Mit dem Versuch, den Antisemitismus als einzige Völkermord-Ideologie darzustellen, stellt sich Heni somit in die Tradition unverbesserlicher Nazi-Freunde, die aus strategischen Gründen darauf verzichteten, den Judenmord zu rechtfertigen oder zu leugnen. Andere „Aspekte“ der Nazi-Barbarei, besonders der Antibolschewismus sollten schöngeredet werden, indem das Nazi-Feindbild des „jüdischen Bolschewismus“ geleugnet und Auschwitz sozusagen von dem Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion „abgekoppelt“ wurde.

Die Völkermorde an den Armeniern in der Türkei und an den Serben im kroatischen Nazi-Satellitenstaat der Ustascha stehen in engem historischen Zusammenhang mit der Shoah. Hitler berief sich ausdrücklich auf den „Erfolg“ des armenischen Völkermords als er erörterte dass sich die Auslöschung der Juden straffrei in Angriff nehmen ließe. Der Genozid an den Serben, die Heni ebenfalls zu den nicht genozidalen „Geschichten“ zählt, war nur möglich durch die militärische „Abschirmung“ des kroatischen Völkermordkollektivs durch die Nazis. Auch hier haben wir es bei der Leugnung eines Völkermords mit einer Teilentschuldung der deutschen Nazis zu tun!

Wie unsre Illustration zeigt stehen französische Antifaschisten, darunter Organisationen der jüdischen und der griechischen Diaspora, im Kampf gegen türkischen Neofaschismus und Geschichtsrevisionismus an der Seite der armenischen Opfer. In Deutschland lässt sich Ralph Giordano von türkisch-faschistischen Mordaufrufen nicht von seiner Solidarität mit den Armeniern abbringen.

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„1988 beim IWF-Treffen in West-Berlin war es nicht anders, ja viel schlimmer noch: die Phalanx der Autonomen aus mit PLO-Tüchern vermummten Israelhassern war bemerkenswert. Ich hatte das Treffen in Berlin als Schüler zwar nur als isolierter Mitdemonstrant erlebt, ohne PLO-Tuch, aber schlimm genug.“ (Clemens Heni)

„(…) Nur in Deutschland können solche Sumpfdotter-blumen wie Benz und Heni gedeihen, für die immer wieder und fast ausschließlich totalitäres Denken möglich ist. Damit einher geht immer die Ausgrenzung Andersdenkender, auch wenn die ihre Thesen belegen können.

Daß in Bayern Plätze und ein Preis nach Bosl benannt sind, ist ebenfalls ein Skandal. Ein Mann, der noch in des Führers Geburtshaus tagte, als die überlebenden Juden auf die Todesmärsche durch Deutschland geschickt wurden. Und ein Land, in dem u.a. unschuldige Kinder verhungerten und durch Bomben starben, aufgrund der Taten dieser Naziverbrecher.“ (Rachel)

„Die Bezeichnung „Yale University’s Clemens Heni“, die unterstellt, der Mann sei Mitglied der Fakultät jener Universität, ist lächerlich. Heni studiert dort. (Was wohl? Das, was er sein ganzes akademisches Leben lang studiert hat: Antisemitismus. Von Judentum weiß Heni nichts, wie er neulich (…) unter Beweis stellte, als er behauptete, die jüdische Religion habe immer auch “ein rassisches Element”. Aber Antisemiten riecht er zehn Meilen gegen den Wind. Was der Arier mit dem übergroßen Antisemitenriecher da überkompensiert, will man gar nicht erst wissen.)“ (Alan Posener, AchGut)

„Die Folgen solcher Kumpanei mit Heinis und Henis – die im Stillen ja doch wissen, dass Lizas Welt oder das Kritiknetz des Professor Gess, wo sie publizieren dürfen, etwas mindestens so Obskures anhaftet, wie den eigenen Websites, und mit Verbitterung auf jenes Blatt schauen, an dem sie nicht vorbei kommen und das ihnen das demokratische Mitspracherecht über die Beurteilung von Großdemonstrationen nicht einräumt – haben jetzt die Abnicker und Schweiger zu tragen, die genau wissen, dass die Administratoren von Israelsolidarität zensieren, die Großdemonstration vom 28.1. ein kalkulierter Reinfall war und die Vorturner ihrer Bewegung schon am Ende waren, als sie der Bahamas den Stinkefinger zeigten.“ (Verteidigt Israel)

„Der Verdacht drängt sich in weiten Teilen des Buches auf, dass Heni die Neue Rechte lediglich als Vorwand nutzt, um Strömungen der Linken – historisch der Grünen, aktuell der Linkspartei/PDS – als ebenfalls rechts denunzieren zu kön­nen. (…) An der Analyse der komplexen Person und Entwicklung des Ideologen Henning Eichberg scheitert er vollends.“ (Jean Cremet)

„Ein wissenschaftliches Grundlagenwerk über das Wirken und Denken Henning Eichbergs muss also immer noch geschrieben werden. Wer wird es tun?“ (Mathias Brodkorb, Philosoph, MdL Mecklenburg-Vorpommern)